ISCHIA - Kurzbeschreibung

"Die grüne Insel" in wenigen Worten:

Ischia ist von Neapel, mit Schnellbooten (Aliscavi - Molo Beverello) und Autofähren (für die Anreise mit PKW zu empfehlern - POZZUOLI) der verschiedenen Schifffahrtslinien erreichbar.

Ischia ist mit einer Oberfläche von 46 qkm die größte Insel; Capri folgt mit 10 qkm weniger und schließlich Procida, die sich auf eine Oberfläche von 3 qkm erstreckt und mit dem Inselchen Vivara, einem herrlichen Naturschutzpark - verbunden ist. Das letzte vulkanische Ereignis der Insel war 1301.

Länge: 10 km (ost-west)
Breite: 7 km (nord-süd)
Küste: 37 km
Höchster Berg:  M.Epomeo 798 m
Einwohner: 57 000
Jährlich Torusiten: 6 000 000
Thermalquellen: 103
Thermalbäder: 95
Thermalgärten: 6
Durchnittstemperaturen:
  Frühjahr: 18°c
  Sommer:  27°c
  Herbst:    20°c
  Winter:    10°c

Belegungskalender

Belegungskalender 3 Zi/WG

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Ischia

Locations - BARANO

BARANO 

Die Gemeinde Barano liegt in einer der schönsten Lagen von Ischia. Sie erstreckt sich über ca. 11 km an der Südostseite der Insel, hat 8500 Einwohner und erreicht eine Höhe bis zu 287 m über dem Meeresspiegel. In der schönen Bucht von Maronti hat sie einen eigenen Zugang zum Meer. Das Gemeindegebiet ist in erster Linie hügelig. Es grenzt im Norden getrennt durch die Monti Trippodi und den Monte Rotaro an Casamicciola, im Osten im Gebiet des Aquädukts an Ischia, im Süden im Tal von Bellarita an Serrara Fontana und im Westen Testaccio über der Bucht von Maronti.

Strand von Maronti im TageslichtBarano besteht aus mehreren Ortsteilen, die mit dem Hauptort auch historisch konkurrieren. Das gilt vor allem für Testaccio. Dieser Ortsteil existierte bereits vor 1786 und gehörte damals zum „Weiler“ Varrano oder Barano. 1786 wurde Testaccio in den Rang einer Genossenschaft erhoben, 1806 wurde der Ort genauso wie Barano eine autonome Gemeinde. Später, d.h.1873, wurde er wieder in Barano eingegliedert. Zu Testaccio gehören die Gebiete von Chiummano, Piano, Vatoliere und die Bucht von Maronti. Geschichte und eigenständige Traditionen, wenn auch weniger bedeutsam, kennzeichnen auch die anderen Ortsteile von Barano: Buonopane, früher Moropane, Fiaiano, Piedimonte, das auch das Gebiet von Molare und Matarace umfasst, und Schiappone, das sich mit den steilen Felsen der Scarrupata bis zur Punta San Pancrazio ins Meer erstreckt.

Fährt man auf der Staatsstraße S.S. n.270 von Serrara Fontana nach Barano, durchquert man Buonopane. Nicht weit davon befindet sich die Nitrodiquelle, die bis in die griechische Periode der Insel im 8. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden kann. Das Wasser der Quelle wurde von den Römern als heilig verehrt und unter den Schutz von Apollo und der Nymphe Nitrodi gestellt, von der sich auch der Name herleitet. 

Im archäologischen Nationalmuseum in Neapel werden einige römische Votivtafeln aufbewahrt, die an der Quelle gefunden wurden. Das Quellwasser fließt eine Bergschlucht entlang und erreicht das Meer am Strand von Maronti, dort wo auch das Wasser der thermo-mineralischen Olmitello oder Dojano-Quelle ins Meer fließt.
Auf der selben Staatsstraße S.S. n. 270 von Serrara Fontana kommend, befindet sich kurz vor dem Zentrum von Barano, in 210 m Höhe in einer Kurve ein wunderschöner Aussichtspunkt über den Strand von Maronti, der sich von der Punta della Signora bis nach Sant’Angelo erstreckt.

Das Ortszentrum von Barano bildet die Piazza San Rocco, mit der gleichnamigen Kirche aus dem XVI. Jahrhundert und der gegenüber liegenden Pfarrkirche San Sebastiano Martire mit ihrem hohen Kirchturm auf einem Pyramidenstumpfsockel. Um den Platz herum finden sich kleine, einfache Geschäfte, ein Restaurant und eine Bar, in der die Männer des Ortes die Wintermonate mit Kartenspielen verbringen, daneben ein Parkplatz. Von diesem Platz führen zahllose kleine Straßen und Treppen ins Ortsinnere. Überquert man die Piazza San Rocco und geht in Richtung Meer den Berg hinunter, erreicht man den alten Ort Testaccio mit seinem Verteidigungsturm aus dem 15. Jahrhundert. Dieser viereckige Turm ist heute eine Ruine. In bestem Zustand jedoch befindet sich die nicht weit entfernt liegende Pfarrkirche San Giorgio, dem Patron der früheren Gemeinde geweiht. Diese Kirche ist wahrscheinlich älter als die Kirche von Barano und wird auf das Ende des XV. Jahrhunderts datiert. An die Pfarrkirche wurde ein privater Betsaal angebaut, der 1763 komplett renoviert wurde, als das Gebäude von der Kongregation der Santa Maria di Constantinopoli übernommen wurde. Im Zentrum des Ortes findet sich die Chiesa dell’Assunta (Maria Himmelfahrt) aus dem 18. Jahrhundert. An einem Feldweg, auf dem sich das alte „Schwitzbad“ befindet, steht die Chiesa di Santa Maria delle Grazie, errichtet 1748.

Der Ort Testaccio war schon zu der Zeit, als er noch eine eigenständige Gemeinde war, bekannt für das „Bad von Succelleria“ oder „Succellaro“ und sein „Schwitzbad“. Die Quelle Succellaro, die sich unten am Meer, am Fuß des gleichnamigen Vorberges befand, ist heute verschwunden. Nur das Quellwasser von Olmittello oder Dojano fließt heute noch bis zum Strand von Maronti. 1765 hielt sich General Giorgio Carafà, der Vizekönig von Palermo, in Testaccio auf und badete im Wasser dieser Quelle. Zu diesem Zweck ließ er auf eigene Kosten einen Weg mit Treppen bauen, der auf 150 Metern von Maulbeerbäumen gesäumt wurde, um den Hügel mit dem Strand von Maronti zu verbinden. Der neue Weg machte für Einwohner und Waldarbeiter, die unten am Meer im Quellwasser baden wollten, den langen und gefährlichen Abstieg auf dem ehemals steilen Pfad überflüssig. Dieser Stufenweg wurde in den sechziger Jahren zu einer befahrbaren Straße umgebaut, und so kann man heute den Strand von Maronti bequem auch von Land aus erreichen.

Strand von Maronti im Purpur-AbendlichtDieser Strand ist der größte der Insel: er erstreckt sich über eine Länge von fast 3 km von der Punta  della Signora bis zu den Fumarolen an der Grenze zu Sant’Angelo. Seine Breite variierte vor der Aufschüttung im Jahre 2002 zwischen 16 und 70 m. Läuft man den Strand vom Ende der Straße (unterhalb von Testaccio) in Richtung Sant’Angelo entlang an den Strandbädern vorbei, stößt man auf den breiten Felsdurchbruch von Acquara, der das lauwarme Quellwasser von Olmitello (oder Dojano) und Nitrodi ins Meer leitet. Läuft man nochmals 260 m weiter, erkennt man im Felsen einen ca. 30 m breiten Spalt. Hier mündet das thermisch-mineralisches Quellwasser von Cava Scura ins Meer.

Die anderen Ortsteile, die das Gebiet von Barano ergänzen, sind Schiappone an den Hängen des Monte Vezzi, wo noch heute eine Kirche und eine Einsiedelei Ziel von Pilgerfahrten sind, und schließlich Fiaiano. Diesen Ort erreicht man auf der Provinzstraße mit wunderschöner Aussicht, die von Casamicciola nicht weit vom Monte Rotaro durch das Gebiet des Cretaio nach Piedimonte verläuft. Sie führt auch an der Chiesa del Santissimo Crocifisso (des Geheiligten Gekreuzigten) vorbei, die 1731 erbaut, vom Erdbeben 1883 zerstört und anschließend wieder aufgebaut worden war.
Das Gebiet von Fiaiano, mit der kleinen Pfarrkirche Sant’Anna aus dem 17. Jahrhundert und der Chiesa della Madonna delle Grazie aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, war das Kerngebiet des großen Vulkanausbruchs von 1301, der große Teile der Insel in Mitleidenschaft zog. Am 18. Januar 1301 öffnete sich an den Hängen des Monte Trippodi ein tiefer Krater, aus dem sich ein riesiger Lavastrom ergoss.
Nachdem die glühende Flut endlich erkaltet war, bekam die Lavazunge den Namen L’Arso (Verbranntes). Heute ist sie mit den berühmten Pinien bewachsen, die der neapolitanische Hofbotaniker Giovanni Gussone zwischen 1853 und 1855 pflanzen ließ. Leider zeigen die Bäume seit einigen Jahren Krankheitssymptome, die von Behörden und privaten Vereinigungen mit Hilfe von Experten bekämpft werden.

Nach der Katastrophe von 1301 erlebten die Einwohner von Barano ein weiteres tragisches Ereignis: den Überfall des Piraten Barbarossa, der 1544 auf der ganzen Insel wütete und Tausende von Menschen in die Sklaverei verschleppte. Aber die Schönheit des Ortes, die Fruchtbarkeit des Bodens, die frische Luft und die heilsamen Quellwasser von Nitrodi zogen neue Bewohner an. 1857 schrieb der Historiker Jasolino, dass Barano nach Forio der meist bevölkerte Ort der Insel sei. Doch die Probleme hörten nicht auf: erst das fatale Erdbeben von 1883, dann mussten die Weinberge nach Einfall der Schildlaus aufgegeben werden. Der Wiederaufbau der Gemeinde war langwierig und schwer, aber wieder einmal erkannte die Bevölkerung die natürlichen Schätze des Gebietes, die auch heute noch die Hauptattraktion der Gemeinde sind, zusammen mit einigen folkloristischen Traditionen, vor allem dem Jahrhunderte alten Stocktanz „Ndrezzata“.

 

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